. . . nach unbekannt abgewandert
Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der Initiative HISTORISCHE LERNORTE SENDLING und wird gefördert vom Beziksausschuss 6, Sendling, München, Deutschland, Germany
 

 Julie Feicht

Julie Feith nach Kaunas deportiert und dort am 25. November 1941 ermordet
JULIE FEICHT

geborene Friedmann, kam am 18. November 1892 in Höchheim, Kreis Königshofen, zur Welt.

Sie zog 1919 nach München und heiratete hier im Mai 1930 den Kaufmann Arnold Feith. Es war dessen zweite Ehe, nachdem die erste 1930 geschieden worden war.

1932 zogen sie in die Oberländerstraße 24, II. Stock. Bereits Anfang 1938 übte Arnold Feith seinen Beruf nicht mehr aus. (Vermutlich hing das mit den Schikanen und der Ausgrenzung durch die NS-Behörden und seine Arbeitgeber,

bzw. Geschäftspartner zusammen.). Er bekam von der Kleinrentnerfürsorge als Unterstützung monatlich 20.- RM, während seine Frau Arbeitslosenunterstützung bezog.
Arnold Feith starb am 22. September 1939 eines "natürlichen" (?) Todes, im Alter von 65 Jahren. Zuvor musste er den judenfeindlichen Terror der Nazis und ihrer willigen Helfer erleben. Welchen Anteil die Demütigungen und die Angst vor einer Deportation an seinem Tod hatten, ist unbekannt.

Julchen Feith verlor dadurch ihre Wohnung in der Oberländerstraße im Februar 1940, kam in verschiedenen anderen Wohnungen kurzfristig unter.

Schließlich wurde sie in das Lager Clemens-August-Straße 9 eingewiesen, ehe sie am 20. November 1941 nach Kaunas deportiert und dort am 25. November 1941 ermordet wurde.




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