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Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der Initiative HISTORISCHE LERNORTE SENDLING und wird gefördert vom Beziksausschuss 6, Sendling, München, Deutschland, Germany

 Max Abeles

Max Abeles
wurde am 21. September 1865 in Chiesch (Böhmen) geboren.

Max kommt mit seiner Frau Dorothea im Jahr 1899 und mit ihren damals vier kleinen Kindern nach München. Von 1910 bis 1932 leben sie in der Tegernseer Landstraße 47/II. 1932 beziehen sie ihre Wohnung in der Lindenschmittstraße 49/III. Vier weitere Kinder werden ihnen in München geboren.

Insgesamt gibt es in den 30er Jahren 22 Familienmitglieder der Abeles in München. 11 von ihnen glückt die Emigration, 10 werden Opfer des Holocaust.

Max Abeles ist der Begründer der Zigaretten & Tabakfabrik Abeles GmbH, die seit 1933 ihre Produktionsräume in der Lindwurmstr. 127 (damals: 125) hat - eben dort, wo vor dem 1. Weltkrieg Albert Einsteins Vater und Onkel ihre Elektrofirma betrieben. Die Abeles GmbH ist ein florierendes Unternehmen mit mehreren Filialen in München. Einer seiner Söhne (Eugen) ist Geschäftsführer, ein anderer (Ernst) Teilhaber. Der älteste Sohn (Friedrich) betreibt Groß- und Einzelhandel mit Tabakwaren in mehreren Filialen in München.

Nach der "Kristallnacht" 1938 muss die Firma Abeles ihre Geschäftstätigkeit einstellen und wird aufgelöst.
Etwa im Juli 1940 verlieren sie ihre Wohnung in Sendling und ziehen zunächst kurzfristig in die Leopoldstr. 52a/I bzw. /IV, kommen im November 1941 ins Internierungslager Clemens-August-Str. 9 und schließlich im Februar 1942 ins Barackenlager
Knorrstraße 148.

Am 19. 09. 1942 werden Max und Dorothea Abeles nach Theresienstadt deportiert, später von dort aus nach Treblinka, wo sie ermordet werden.



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