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Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der Initiative HISTORISCHE LERNORTE SENDLING und wird gefördert vom Beziksausschuss 6, Sendling, München, Deutschland, Germany
 

 Margarete Einstein

Margarete Einstein
MARGARETE EINSTEIN
Margarete(Grete), Haustochter, Volontärin, Kontoristin, geboren am 17.Januar.1921 in München.

Willy, Kaufmann, geboren am 17.Juli 1880 in Buttenwiesen

Fritz, Kaufmann, geboren am 1.September 1910 in München

Willi Einstein starb am 8. November1936 in München.

Seine Frau Ella hat er 1909 in München geheiratet. Nach Sendling in die Kyreinstraße 1 ziehen die beiden am 29.11.1933. Ella Einstein und ihr Sohn Fritz sind seit 1937 zusammen mit ihrem Schwager Josef Schweißheimer Inhaber der Firma‚ "Josef Schweisheimer", die Großhandel mit Lebensmitteln (Früchte, Zwiebeln, Fette, Fisch- und Gemüsekonserven) in der Thalkirchner Straße 83 (Großmarkthalle) betreibt.

Im April 1938 wird ihnen wie allen jüdischen Handelsvertretern von OB Fiehler die Gewerbelegitimationskarte entzogen). Ende Juli 1938 wurde die Firma an Friedrich Jareiß veräußert, der sie laut Vertrag mit den vier "arischen" Angestellten weiterführen sollte.

Der Kaufpreis geht - kurz nach der Pogromnacht - nicht an die Verkäufer (Schweißheimer und Einstein), sondern an die DAF. Bei der Arisierungsstelle liegen ca. 17 000 RM - die der Devisenüberwachungsstelle übergeben werden, da eine Emigration beabsichtigt sei.

Ella Einstein kann mit ihrer Tochter und dem Enkelkind bis Ende August 1940 in der Sendlinger Wohnung bleiben. Dann ziehen sie zu ihrem Sohn in die Goethestraße 66/IV. Von dort aus wird sie am 20.11.1941 nach Kaunas deportiert und ermordet.

Ihr Sohn Fritz besucht 1920 - 1926 die Städtische Handelsschule München. Dann arbeitet er in der elterlichen Firma. Er ist bis 1933 in der Kyreinstraße 1 gemeldet, lebt seit November 1933 in der Goethestraße 66/IV. Von dort aus wird er mit seiner Mutter und seiner Schwester Grete am 20.11.1941 nach Kaunas deportiert und ermordet.
Margarete (Grete) Einstein ist die Tochter von Ella Einstein und die Schwester von Fritz Einstein. Sie besucht Lyzeum und Handelsschule. Seit November 1933 wohnt sie in der Kyreinstraße. Im Juni 1939 wird ihr unehelicher Sohn Ruben geboren. Im Herbst 1939 bemüht sie sich vergeblich um eine Möglichkeit zur Emigration. Ende August 1940 zieht sie zusammen mit ihrer Mutter und dem Kind zu ihrem Bruder in die Goethestraße. Am 29.09.1941 wird sie zur Zwangsarbeit in der Flachsröste Lohhof dienstverpflichtet, bis sie am 20.11.1941 nach Kaunas deportiert und dort ermordet wird.
Ruben Einstein wird am 28. Juni 1939 geboren. Er lebt dann wohl bei seiner Mutter in der Kyrein- und später in der Goethestraße. Er kommt nach der Deportation in die Antonienstraße 7, dann ins Barackenlager in der Knorrstraße 148, schließlich ins Internierungslager Clemens-August-Straße 9 und wird mit den letzten Kindern am 13.03.1943 des Antonienheims nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.




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